Heimische Superfoods – Besser für die Umwelt & den Geldbeutel

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Gegen die positiven Inhaltsstoffe von Chiasamen, Goji-Beeren und Avocado ist nichts gegen einzuwenden. Aber die weite Reise, die die Früchte und Samen erstmal zurücklegen müssen, um auf unseren Tellern zu landen, ist bedenklich. Zudem sind diese Produkte oft sehr teuer.

Tun wir unserem Geldbeutel und vor allem der Natur etwas Gutes und greifen zu heimischen Produkten zurück!

Eine regionale Alternative zu Chiasamen sind für uns Deutschen die Leinsamen. Auch sie quellen in Flüssigkeiten wie Wasser, Milch und auch Joghurt auf, regen die Verdauung an und enthalten Omega-3-Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann und somit auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen ist.

Regionale Früchte mit ordentlich Vitamin-Power und vielen sekundären Pflanzenstoffen sind im Sommer Heidelbeeren. Auch Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren sind prima! Die kleinen Früchtchen enthalten viel Vitamin C und Antocyane (der sekundärer Pflanzenstoff). Importware aus aller Herren Länder, die uns in der kalten Jahreszeit dagegen erreicht, enthält durch den langen Transportweg nur noch wenige Nährstoffe und ist geschmacklich längst nicht mit frisch gepflückter Ware aus der Region zur richtigen Jahreszeit vergleichbar.

Ebenso der Grünkohl im Winter! Roh ist er quasi gespickt mit Vitamin C und das lässt erahnen, warum er seit einigen Jahren eine beliebte Zutat im Salat oder Smoothie ist. Auch Feldsalat ist im Winter ein super Nährstofflieferant und liefert das Vitamin Folsäure, welches ein häufiges Mangelvitamin in unserer Bevölkerung ist.  Der sekundäre Pflanzenstoff in solch grünem Gemüse ist übrigens Chlorophyll.

Zu einem richtig leckeren Wintersalat gehören auch Walnüsse, die bei uns ebenfalls in Hülle und Fülle wachsen (auch wenn wir im Handel oft kalifornische oder französische Walnüsse finden). Walnüsse enthalten wie die Leinsamen auch, viele Omega-3-Fettsäuren. Der regelmäßige Verzehr der Nüsse ist auch gut für unser Gehirn. Als fruchtige Wintersalat-Komponente passen Birne oder Apfel. Die beiden Obstsorten gibt es zwar das ganze Jahr über, aber die Erntezeit ist von Ende August bis November. Je frischer der Apfel, desto mehr Vitamine enthält dieser. Lagerware dagegen hat schon erhebliche Vitamin-Einbußen.

Auch Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Gartenkresse liefern einiges an Vitaminen und haben eine Vielzahl an positiven Eigenschaften auf den Körper. Sie wirken u.a. verdauungsfördernd, blutreinigend und appetitanregend. Basilikum kann auch krampflösend wirken sowie bei Nervosität und Schlafstörungen. Beifuß-Tee hilft bei Verdaaungsbeschwerden und Appetitlosigkeit.

Schauen wir uns nun Superfood-verdächtige Getreidesorten an. Hier ist Hafer ein ganz klarer Favorit! Reich an Ballaststoffen, eine Vielzahl an Vitaminen und durch das im Hafer enthaltende Beta-Glucan senkt der regelmäßige Verzehr dieser Getreides nachweislich den Blutzucker und ist somit besonders für Diabetiker eine hervorragende Kohlenhydratquelle.

Auch Urgetreidesorten wie Einkorn und Emmer sind eine tolle Ergänzung ist der Küche. Ebenso Dinkel, Roggen und Gerste.Die Pseudogetreidesorten wie Amaranth & Buchweizen können ebenfalls in Deutschland angebaut werden. Hier lohnt sich ein Blick auf die Verpackung oder die Nachfrage beim Hersteller.

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