Let’s talk about…Zimt!

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Zimt

Was wäre der klassische Milchreis ohne Zimtzucker? Oder Zimtschnecken ohne Zimt? Ein Weihnachten ohne Zimtsterne? 😮

Zimt in der Geschichte

Zimt zählt tatsächlich zu den ältesten Gewürzen und wurde bereits 3.000 Jahre v. Chr. in China verwendet. Auch die Ägypter nutzten das Gewürz, sowohl in der Medizin als auch zur Einbalsamierung der Mumien. In der Antike wurde Zimt derselbe Wert zugemessen wie Gold und der Zimtbaum selbst galt als König der Pflanzen. Im Mittelalter war es ein Mittel gegen Gicht.

Cassia vs. Ceylon

Zimt ist aber nicht gleich Zimt! Man unterscheidet zwischen dem (echten) Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt, der sein Anbaugebiet in China hat und auch unter der Bezeichung China-Zimt bekannt ist. Während letzterer gut für unsere Gesundheit ist in Puncto Blutzuckerstabilisierung, Bluthochdruck, Konzentration und – man munkelt noch – die Stimmung, ist der Cassia-Zimt in höheren Dosen schädlich. Dieser enthält nämlich Cumarin in sehr hohen Mengen. Cumarin kann Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen und bei langanhaltender Überdosierung sogar die Leber schädigen. Aber dafür müsste man schon sehr viele Zimtsterne essen 😉

Wo kommt Zimt her?

Auch bei der Herkunft gibt es Unterschiede zwischen den beiden Zimtsorten. Der Ceylon-Zimt wird wurde – wie der Name verrät – lange Zeit nur auf Sri Lanka angebaut. Heutzutage gibt es auch Anbaugebiete auf den Seychellen, Südindien und auf Madagaskar.

Der Cassia-Zimt kommt auch heute noch überwiegend aus China und Indonesien. Die Anbauflächen sind dort viel größer, weshalb Cassia-Zimt u.a. auch preiswerter ist auf dem Markt.

Wie wird Zimt gewonnen?

Zimt stammt als einziges Gewürz nicht aus einer Frucht (wie z.B. Vanille) oder aus einem Samen (wie z.B. Kardamom). Stattdessen wird es aus der Rinde des Zimtbaums gewonnen. Der immergrüne Zimtbaum gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Seine Blätter duften nach Zimtöl, welches auch in der Rinde vorkommt. Von den Bäumen werden die zweijährigen Schösslinge abgeschlagen und durch eine Schnitttechnik entrindet. Die entstandenen Rindenzuschnitte werden über Nacht fermentiert. Anschließend werden die äußeren Schichten abgeschabt und in diesem Zustand, erst im Schatten und danach in der Sonne getrocknet. Im Schatten entwickeln die Zimtrinden ihr Aroma, in der Sonne erhalten sie ihre typische braune Färbung.

Anwendungsgebiete

Zimt wird in vielen Bereichen eingesetzt, sei in der Aromatherapie wegen seiner stimulierenden Effekte, in der Ayurveda – in der Gewürze sowieso das A und O sind – und auch in der traditionellen, chinesischen Medizin.

Aber Zimt ist in allen Teilen der Welt auch in der Küche zu Hause. Besonders in der indischen Küche wird es als Würzmittel von Reis-und Gemüsegerichten und auch Fleisch verwendet. Tomatensaucen werden durch eine Prise des braunen Glücks geschmacklich abgerundet. Traditionelle Zimtschnecken aus Schweden, in der auch eine Prise Kardamom nicht fehlen darf. Warmer Milchreis mit Zimtzucker. Apfelkuchen mit Zimt. Und natürlich nicht zu vergessen, unser neuer Hanf-Müsliriegel mit getrockneten Apfelringen und Zimt 😉

Wie man den „guten“ Zimt im Handel erkennt

Im Handel wird meistens Cassia-Zimt angeboten, sei es als Zimtstange oder als Pulver. In Biomärkten oder in Reformhäusern findet man dagegen oft den hochwertigen Ceylon-Zimt. Häufig steht auch nur Zimt auf der Verpackung, dann kann man meistens davon ausgehen, dass es Cassia-Zimt ist. Jedoch kann man selbst mit einem Blick feststellen, welche Sorte man gerade in den Händen hält: Cassia-Zimstangen haben eine dickere und dunklere Rinde und duften nicht so süßlich wie Ceylon-Zimt. Dieser hat eine viel hellere und vor allem dünnere Rinde (sh. Foto), die sich mehrmals aufrollt im Gegensatz zur einseitig aufgerollten Cassia-Zimtstange. Gut zu wissen: Gemahlener Zimt verliert schneller an Aroma als die Zimtstange.

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