Von Rhabarber und Antinutritiva…und wie man sie umgehen kann!

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Zuerst einmal: Rhabarber ist gar kein Obst, sondern ein Gemüse! Und nicht nur irgendeins, sondern eines der ersten Gemüsesorten, das uns im „neuen“ Jahr aus heimischen Gefilden begrüßen. Danach folgen dann auch schon Spargel, Radieschen  und Spinat. Es geht also wieder bergauf was heimische, frische und schmackhafte Lebensmittel angeht!

Nichtsdestotrotz ist Rhabarber nicht jedermanns Sache. „Sauer“ und „faserig“ sind häufige Adjektive, die mit dem Gemüse assoziiert werden. Die Säure  ist auch das, was den Rhabarber nicht uneingeschränkt positiv dastehen lässt. Denn die enthaltene Oxalsäure ist ein sogenanntes Antinutritiva. Das sind Stoffe in Lebensmitteln, die für den menschlichen Organismus nicht so optimal sind, da sie die Nährstoffaufnahme hemmen. Antinutritiva kann man aber glücklicherweise entfernen.

Bei Rhabarber helfen folgende Tipps, um die Oxalsäure weitestgehend zu eliminieren:

  1. Rhabarber in Kombination mit Milchprodukten verzehren, zum Beispiel Rhabarberkompott mit Grießbrei, Joghurt oder Quark. Zum Rhabarberkuchen ein bisschen Schlagsahne ;)*
  2. Rote Stängel den weißen bevorzugen! Die roten Stangen enthalten weniger Oxalsäure
  3. Rhabarberstangen gut schälen. Die Oxalsäure ist nämlich zum Großteil in der Schale enthalten
  4. Rhabarber am besten kochen oder dünsten und das Kochwasser verwerfen. Dort sammelt sich auch einiges an Oxalsäure an
  5. Zum fertigen Rhabarberkompott oder in den Kuchenteig etwas Natron geben. Natron neutralisiert die Säure

*Bei einer veganen Ernährungsweise Lebensmittel wählen mit einem vergleichsweise hohen Anteil an Eisen, Magnesium und/oder Calcium. Zum Kompott wählt man dann zum Beispiel einen Hirse-oder Haferbrei, da diese Getreidesorten sehr nährstoffreich sind. Auch Nüsse eignen sich gut dazu. Wenn die pflanzlichen Milchalternativen mit Calcium angereichert sind, auch prima!

Nach dem wir nun die weniger guten Seite des Rhabarbers aufgezeigt haben, widmen wir uns nun aber den Vorteilen dieser Gemüsesorte! Es hat nur minimal Kalorien (ca. 14 Kilokalorien auf 100 g) und wenig Kohlenhydrate. Zudem findet man viel Vitamin C (welches aber beim Zubereiten durch die Hitze schwindet), Kalium und Phosphor in den Stangen.

Saison hat das grünlich-rote Gemüse übrigens von Anfang April bis Ende Juni.

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