Von wegen dumme Nuss: Nüsse als wahres Brainfood

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Mit durchschnittlich 620 Kalorien pro 100 g sollte man meinen, man sollte Nüsse nur gelegentlich konsumieren – wegen der hohen Energiedichte. Aber genau das Gegenteil ist der Fall! Ein regelmäßiger Verzehr von Nüssen wirkt sich positiv auf viele Abläufe im menschlichen Organismus aus, auch aus dem Stoffwechsel. Sie senken bei regelmäßigem Verzehr den Blutzucker (gut für Diabetiker!), den Cholesterinspiegel und sind obendrein prima für das Herz-Kreislauf-System.

Im Gegensatz zu Butter, Kokosöl oder tierischen Produkte wie Fleisch und Käse – ganz zu schweigen von Süßigkeiten – enthalten Nüsse zudem in hohen Maße ein-und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Auch B-Vitamine, gut für Nerven und Gehirn, sind in Nüssen zahlreich vertreten – und auch in den vermeintlich als Nüsse bezeichneten Sorten (wie unten aufgeführt). Vitamin E findet sich ebenfalls wieder. Dieses Vitamin hat eine antioxidative Wirkung und schützt somit die Zellen. An Mineralstoffen bieten Nüsse vor allem Magnesium, Phosphor, Calcium, Kalium und Zink. Daneben agieren sie als hervorragende pflanzliche Eiweißquelle.

Im Volksmund gelten viele der unten genannten „Nusssorten“ als Nüsse. Botanisch betrachtet zählen aber nur die Hasel,-Wal-und Macadamianuss zu den echten Nüssen sowie die Esskastanien. Echte Nüsse sind Schließfrüchte, d.h. alle drei Fruchtwände sind verholzt und umschließend einen Kern, das einzig Essbare an der „Frucht“. Die meisten anderen hier aufgeführten Sorten gehören zu den Stein-bzw. Schalenfrüchten. Sie öffnen sich beispielsweise von selber (Kapselfrucht) oder es ist nur eine Fruchtwand verholzt (Steinfrucht).

Cashewkerne: Gehören zu den Schalenfrüchten und wächst auf dem Cashewapfel hinaus (unbedingt ein Foto dazu ansehen!). Sie ist reich an Eiweiß und enthält zudem ist die Aminosäure Tryptophan, welche im Köper zu Serotin, dem Glückshormon, umgewandelt wird. Hier findet man auch viele B-Vitamine, Vitamin E und Vitamin K, die fettlöslichen Vitamine. Auch Kupfer, ein wichtiges Spurenelement im menschlichen Körper, ist in Cashewkernen enthalten.

Erdnuss: Die Erdnuss gehört gar nicht zu den Nüssen, sondern zu den Hülsenfrüchten wie auch Linsen, Kichererbsen und Soja. Sie enthält wie alle anderen Hülsenfrüchte viel pflanzliches Protein und auch die B-Vitamine (außer B12). Genau wie die Haselnuss weist sie ein hohes Allergiepotential auf.

Erdmandel: Ebenso keine Nuss, aber auch keine Schalenfrucht. Die Erdmandel gehört zu den Grasgewächsen und hat seinen Ursprung in Afrika. Sie ist auch unter den Namen Tigernuss oder Chufa bekannt. Von der Nährstoffzusammensetzung unterscheidet sich sich zu den anderen hier aufgezählten Nüssen. Sie enthält gerade mal ein Viertel Fett, dafür knapp zwei Drittel Kohlenhydrate und fast ein Zehntel Eiweiß. Auch Ballaststoffe sind in der „Knollennuss“ enthalten. Neben besonders viel Kalium, findet man auch  Magnesium, Calcium und Phosphor in den Erdmandeln. Auch ein sekundärer Pflanzenstoff, das Rutin, ist darin zu finden.

Esskastanie/Edelkastanie: Nicht zu verwechseln mit Maronen, die eine Weiterzüchtung der Esskastanie ist. Die Edelkastanien haben von den hier aufgeführten „Nussarten“ am wenigsten Kalorien, gerade einmal 200 Kalorien.

Haselnuss: Gehört neben der Walnuss, den Esskastanien und der Macadamianuss auch zu den echten Nüssen und ist ein häufiges Kreuzallergen zu der Gräser-und Pollenallergie (Heuschnupfen). Auch sie enthält viel Vitamin E und B-Vitamine.

Kokosnuss: Ist ebenso eine Schalenfrucht. Im Gegensatz zu den Nüssen enthält sie fast aussschließlich gesättigte Fettsäuren, welches eher negativ zu bewerten ist für den menschlichen Organismus. Nichtdestotrotz steckt einiges an Vitaminen und Mineralstoffen in der tropischen Frucht.

Macadamia: Macadamianüsse gehören zu den fettreichsten Nüssen, aber dafür auch zu den mit den meisten Ballaststoffen und Proteinen. Die Macadamia ist ein Silberbaumgewächs und zählt zu den Schließfrüchten, ebenso wie die anderen „echten“ Nüsse.

Mandel: Mandeln gehören zum Steinobst und wirken durch ihr günstiges Verhältnis von Calcium und Magnesium positiv auf die Knochen aus. Ebenso wurde in einer Studie bestätigt, dass sie prebiotisch wirken, d.h. den „guten“ Darmbaktieren Nahrung liefern und so unseren Körper schützen

Paranuss: Sie enthalten besonders viel Selen, durch das Vitamin E besteht eine antioxidative Wirkung und ein gutes Maß an Phosphor, Magnesium und Calcium, welches wicht fütr Haut, Haar und Knochen ist. Sie ist eine Kapselfrucht, weil sie sich öffnen kann.

Pekannuss: Sieht der Walnuss ziemlich ähnlich, schmeckt aber süßer und ist eine Steinfrucht. Während sie in Deutschland eher weniger bekannt ist, ist sie in Amerika eine weit verbreitete Nussart.

Pistazien: Gehören ebenso wie die Cashewkerne zu den Schalenfrüchten, genauer gesagt zu den Sumachgewächsen.

Walnuss: Gilt als „Supernuss“; Sie besteht zu 75 % aus den ungesättigten Fettsäuren, die sich sehr positiv auf Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den Zellaufbau auswirken. Daneben verfügt sie über einen nicht unerheblichen Gehalt an Zink, der für gesunde Haut, Haare und Nägel sorgt.

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